Wann kann tiergestützte Therapie sinnvoll sein?

 

 

Die ganzheitlich-funktionelle tiergestützte Therapie richtet sich nicht primär an Diagnosen, sondern an Menschen in individuellen Lebens- und Entwicklungssituationen.

 

Im Mittelpunkt stehen:

 

  • funktionelle Zusammenhänge
  • Beziehungsgestaltung
  • die Art und Weise, wie ein Mensch mit sich selbst, seinem Körper, seinem Umfeld und dem eingesetzten Tier in Kontakt tritt

 

Ob diese Form der tiergestützten Therapie unterstützend sein kann, hängt daher weniger von einer formalen Diagnose ab als von den jeweiligen Voraussetzungen, Fragestellungen und Zielen.

 

Eine sorgfältige individuelle Einschätzung bildet die Grundlage jeder therapeutischen Zusammenarbeit.

 

 

 

Mögliche Themen und Anliegen

 

 

In der Praxis wenden sich Menschen unter anderem mit folgenden Themen an die tiergestützte Therapie:

 

  • Schwierigkeiten in der Selbstwahrnehmung, im Spüren eigener Grenzen oder Bedürfnisse
  • Herausforderungen in der Emotions- und Stressregulation, innere Unruhe oder Anspannung
  • Phasen von Erschöpfung, Überforderung oder Rückzug
  • Unsicherheiten im Beziehungs- und Kontaktverhalten
  • fehlendes Vertrauen in sich selbst oder andere
  • Schwierigkeiten, Aufmerksamkeit zu bündeln oder bei sich zu bleiben
  • körperbezogene Themen, bei denen Wahrnehmung, Haltung oder innere Organisation eine Rolle spielen

 

 

Entwicklung und Orientierung

 

Die Therapie kann zudem sinnvoll sein bei:

 

  • Entwicklungs- und Reifungsprozessen bei Kindern und Jugendlichen
  • Themen wie Selbstvertrauen, Kontaktfähigkeit und Orientierung
  • belastenden Lebenssituationen oder Übergangsphasen
  • dem Wunsch nach Stabilität und innerer Ausrichtung

 

 

Besonderer Zugang über Tiere

 

Tiergestützte Therapie kann insbesondere dort hilfreich sein, wo:

 

  • klassische therapeutische Settings schwer zugänglich sind
  • wenig Vertrauen aufgebaut werden kann
  • ein direkter Zugang zu eigenen Themen fehlt

 

Der Kontakt zu Tieren ermöglicht häufig einen anderen, niedrigschwelligen Zugang zu:

 

  • Beziehung
  • Erfahrung
  • Selbstwirksamkeit

 

 

Individuelle Einordnung entscheidend

 

Diese Aufzählung versteht sich nicht als vollständige Liste und stellt weder eine Diagnose noch eine Behandlungsempfehlung dar.

 

Ob und in welcher Form eine tiergestützte Therapie sinnvoll ist, wird stets individuell geprüft.

 

 

 

Für wen ist die Therapie geeignet?

 

Die Therapie kann für:

 

  • Kinder
  • Jugendliche
  • Erwachsene

 

in Betracht gezogen werden – sofern die persönlichen Voraussetzungen passen.

 

Welche Tierart – Pferd oder Ziege – im Einzelfall stimmig ist, wird individuell entschieden und kann sich im Verlauf verändern.

 

Am Therapiehof Brachfeld ist es in der Regel möglich, beide Tierarten in die Arbeit einzubeziehen.

 

 

 

Einordnung im therapeutischen Kontext

 

Die ganzheitlich-funktionelle tiergestützte Therapie versteht sich nicht als Ersatz für medizinische oder psychotherapeutische Behandlungen.

 

Sie kann jedoch – je nach Situation – eine sinnvolle ergänzende Unterstützung darstellen.

 

 

 

 

Kurz zusammengefasst

 

  • keine Orientierung an Diagnosen, sondern an individuellen Situationen
  • Fokus auf Beziehung, Wahrnehmung und Entwicklung
  • vielfältige mögliche Themen
  • individuelle Einschätzung entscheidend

 

 

 

Interesse oder Fragen?

 

Wenn Sie sich für eine tiergestützte Therapie am Therapiehof Brachfeld interessieren – für sich selbst oder für Ihr Kind – nehmen Sie gerne Kontakt auf.

 

Gemeinsam wird geprüft, ob und in welcher Form eine Begleitung sinnvoll und möglich ist.