Was diese Arbeitsweise ausmacht
Die Begriffe ganzheitlich, funktionell und tiergestützt werden im therapeutischen Kontext häufig einzeln verwendet.
In der ganzheitlich-funktionellen tiergestützten Therapie bilden sie jedoch kein loses Nebeneinander, sondern ein zusammenhängendes Verständnis von Gesundheit, Beziehung und Verantwortung.
Erst im Zusammenspiel dieser drei Ebenen entsteht die Arbeitsweise, die dieser Therapieform ihren Namen gibt.
Ganzheitlich bedeutet, den Menschen nicht auf einzelne Symptome, Diagnosen oder Verhaltensweisen zu reduzieren.
Körperliche, emotionale und funktionelle Prozesse werden in ihrem Zusammenhang betrachtet.
Dabei wird der Mensch nicht isoliert gesehen, sondern als Teil der natürlichen, sozialen und biologischen Zusammenhänge, in denen er lebt.
Gesundheit entsteht nicht losgelöst von diesen Kontexten, sondern in Beziehung zu ihnen.
Ganzheitlichkeit schließt zudem ausdrücklich das eingesetzte Tier mit ein.
Funktionell bedeutet, therapeutische Prozesse nicht primär an Symptomen auszurichten, sondern an zugrunde liegenden Zusammenhängen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Prozesse im Menschen und im Beziehungssystem ablaufen – und unter welchen Bedingungen Regulation und Entwicklung möglich werden.
Dabei geht es nicht um schnelle Lösungen, sondern um ein tieferes Verständnis von Ursachen und Wechselwirkungen.
Unterschiedliche Perspektiven auf Gesundheit – schulmedizinisch, naturheilkundlich oder systemisch – werden dabei eingeordnet, nicht gegeneinander gestellt.
Tiergestützt bedeutet hier nicht, dass Tiere als Mittel zum Zweck eingesetzt werden.
Sie sind aktive Beteiligte in einem Beziehungssystem, das den therapeutischen Prozess wesentlich mitprägt.
Die Tiere bringen sich mit ihren eigenen Ausdrucksformen, Bedürfnissen und Grenzen ein.
Voraussetzung dafür ist eine konsequent artgerechte Haltung sowie ein Rahmen, der Sicherheit für Mensch und Tier gewährleistet.
Erst das Zusammenspiel dieser drei Ebenen macht die Arbeitsweise aus.
Ganzheitlich-funktionell-tiergestützt zu arbeiten bedeutet:
Die Begriffe beschreiben dabei keine Methode, sondern eine durchgängige Haltung.
Die ganzheitlich-funktionelle tiergestützte Therapie ist eine von Sandra Rauch entwickelte Arbeitsweise, die Mensch und Tier in ihrem gemeinsamen Zusammenhang betrachtet und beziehungsorientiert, ursachenbezogen und konsequent tiergerecht arbeitet.
Ja. Unterschiedliche Sichtweisen auf Gesundheit werden eingeordnet und sinnvoll miteinander verbunden, ohne einem starren Entweder-oder zu folgen.
Der Unterschied liegt nicht in einzelnen Techniken, sondern in der grundlegenden Haltung:
Mensch und Tier werden gleichermaßen berücksichtigt, Beziehung wird als zentraler Wirkraum verstanden und tiergerechte Rahmenbedingungen sind Grundlage der Arbeit.
Das Tier ist kein Hilfsmittel, sondern aktiver Teil des Beziehungssystems.
Sein Verhalten, seine Reaktionen und sein Wohlbefinden beeinflussen den therapeutischen Prozess.
Nein. Die Arbeitsweise folgt keinen standardisierten Abläufen, sondern erfordert die Fähigkeit, individuelle Prozesse zu erkennen und verantwortungsvoll zu begleiten.
Ganzheitlich-funktionelle tiergestützte Therapie beschreibt eine Arbeitsweise, die den Menschen nicht isoliert, das Tier nicht funktionalisiert und Gesundheit nicht vereinfacht betrachtet.
Im Mittelpunkt stehen: